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Kurzerklärung
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Die Visibilität in der Markttechnik umschreibt, wie klar erkennbar das aktuelle Marktverhalten und die Kursentwicklung sind. Sie variiert je nach Phase, in der sich der Markt befindet.
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Vor allem in Übergangsphasen ist die Visibilität meist gering. Die Wirkungskräfte zweier entgegengesetzten zyklischen Kräfte kompensieren sich dann meist. So kann ein mittelfristiger Trend nach unten gerichtet sein, während die kurzfristige Bewegung noch nach oben hält. Durch die Überlagerung der beiden Kräfte kommt es dann zu einem trendschwachen Verhalten. Das erschwert die Entwicklung von Szenarien und die Prognostizierbarkeit des Marktes erheblich.
Auch externe Eingriffe können die Visibilität beeinträchtigen. Wenn beispielsweise die Notenbanken die Märkte mit Liquidität fluten, wirkt damit eine neue Impulsquelle auf die Kurse. Der Markt benötigt dann eine gewisse Zeit, um sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Das kann die Bewegungen verzerren, zu heftigeren Ausschlägen führen und Muster verzerren. Mit diesen erschwerten „Lesebedingungen“ sinkt die Visibilität.